Titelbild zu: Energie-Zivilrecht

Energie-Zivilrecht

Lfd. aktualisierte Online-Auflage, München 2017

RA Michael Brändle, Freiburg

 

  1. Jahrgang 2017
    1. Aktualisierungen und Ergänzungen dieses Werks
      1. Aktualisierungen 2016 – 3. Quartal
      2. Aktualisierungen 2016 – 2. Quartal
      3. Aktualisierungen 2016 – 1. Quartal
    2. Einführung in das Recht für Nichtjuristen
      1. Grundlegendes
        1. Grundgesetz
          1. Staatsorganisation, föderaler Aufbau
          2. Gewaltenteilung
        2. Nationales und europäisches Recht
        3. Gesetze, Rechtsverordnungen, Satzungen
        4. Europäisches Recht
        5. Überblick nationales und EU-Recht – Energiewirtschaftsrecht
        6. Kompetenz zur Prüfung der Vereinbarkeit mit höherrangigem Recht
        7. Gewohnheitsrecht, Richterrecht
        8. Zusammenfassender Überblick »Rechtsnormen«
        9. »Normen«, welche keine Rechtsnormen sind
        10. Bestimmte und unbestimmte Rechtsbegriffe
        11. Einteilung der Rechtsgebiete: Zivilrecht, öffentliches Recht und Strafrecht
        12. Einheit der Rechtsordnung – Realität oder Illusion?
        13. Überregulierung
        14. Auslegungsmethoden
      2. Verfahrensrecht
        1. Zivilprozessordnung
        2. Darlegungs- und Beweislast
        3. Beweismittel
      3. Grundlagen des Zivilrechts
        1. Objektives und subjektives Recht
        2. Rechtssubjekte/-objekte; absolute/relative Rechte; Schuldrecht/Sachenrecht
        3. Struktur des BGB
        4. Unterteilung der relativen Rechte
        5. Unterteilung der Rechtsobjekte
        6. Verbraucher, Unternehmer, Sonstige – Letztverbraucher von Energie, Haushaltskunde
        7. Sachenrecht – Verpflichtungsgeschäfte vs. Verfügungsgeschäfte – Abstraktionsprinzip
    3. Grundlagen der Ver- und Entsorgung, historische Entwicklung
      1. Mineralöl, Flüssiggas, Holzpellets
      2. Fernwärme
      3. Wasserversorgung
      4. Abwasserentsorgung
      5. Strom und Erdgas – Energiewirtschaftsrecht = Energierecht im engeren Sinne
        1. Leistung
        2. Arbeit
      6. Energiewirtschaft bis 1998
        1. Gas
        2. Strom
        3. Rechtsentwicklung
          1. Von den Anfängen bis 1933: zivilrechtliche Lösung der Rechtsprobleme
          2. Nationalsozialismus: Erstmals öffentlich-rechtliche Regulierung mit dem EnWG 1935
          3. 1945 – 1998: Das EnWG 1935 gilt fort
      7. Energiemarktliberalisierung
        1. Die Besonderheiten der leitungsgebundenen Energie- und Wasserversorgung
        2. EnWG 1998
        3. EnWG 2005 – Zustandekommen und Änderungen seit 2005
        4. Die Einordnung des EnWG 2005 im Rechtssystem
        5. Das Energiedreieck, § 1 EnWG
        6. Begriffsbestimmungen, § 3 EnWG
        7. Letztverbraucher, Verbraucher, Unternehmer, Haushaltskunde
      8. Zeittafel
    4. Entflechtung, §§ 6 ff. EnWG
      1. Alter Zustand (vor Entflechtung)
      2. Neuer Zustand (nach Entflechtung)
      3. Die Kehrseite: neues ökonomisches Problem
      4. Grundsätze und Bereiche der Entflechtung
        1. Buchhalterische Entflechtung, § 6b EnWG
        2. Operationelle Entflechtung, § 7a EnWG
        3. Rechtliche Entflechtung, §§ 7-10 EnWG
      5. Akteure in der Energiewirtschaft
    5. Netzanschluss, §§ 17 ff. EnWG, NAV, NDAV
      1. Kosten des Netzanschlusses, § 9 NAV/NDAV
      2. Baukostenzuschuss, § 11 NAV/NDAV
        1. BGH, Urteil vom 12.12.2012 – VIII ZR 341/11 – § 315 BGB auch für Baukostenzuschüsse
        2. [noch frei]
      3. Kein Forderungsübergang für Hausanschlusskosten und Baukostenzuschüsse auf Erwerber
      4. Duldungspflicht für Versorgungseinrichtungen auf dem Grundstück, § 12 NAV/NDAV
      5. Anschlussnutzung, Kundenanlage, Durchleitungsrecht des Mieters und Pächters
      6. Messwesen, §§ 21b bis 21i EnWG, MessZV, MsysV-E
    6. Netzzugang, §§ 20 ff. EnWG, StromNZV, GasNZV
      1. Netznutzungsvertrag Strom
      2. Netznutzungsvertrag Gas
      3. Lieferantenwechsel, § 20a EnWG
        1. Anspruch des Neulieferanten gegen den Altlieferanten auf unverzügliche Netzabmeldung
        2. Form der Kündigung des Altliefervertrages und Kündigungsvollmacht
        3. GPKE, GeLi Gas, WiM, MaBis
          1. Rechtsnatur einer Festlegung
          2. Personale Reichweite von GPKE und GeLi Gas
            1. Ermächtigungsgrundlage von GPKE und GeLi Gas
            2. Adressaten von GPKE und GeLi Gas
            3. Bekanntgabe und Zustellung von GPKE und GeLi Gas
            4. (Fehl-)Konstruktion des Austauschformates
            5. § 14 UStG, § 307 BGB
          3. Wesentlicher Inhalt von GPKE und GeLi Gas
          4. Identifizierung einer Entnahmesteile
          5. Konfliktszenarien bei Mehrfachanmeldungen
            1. Beispielsszenario 1
            2. Beispielsszenario 2
            3. Konflikttabelle
          6. Fehlender Prozess
          7. Umsetzungsfragenkatalog
        4. Problem- und Streitfälle
          1. Kunde schließt mehrere Lieferverträge für den gleichen Zeitraum
          2. Ende der Ersatzversorgung durch neuen Liefervertrag
          3. Abschluss eines Energielieferungsvertrages nach Beginn der Grundversorgung
          4. Unzureichende Bezeichnung der Entnahmestelle
          5. Netzbetreiber kennt belieferte Verbrauchsstelle nicht
          6. Mehrere Netzbetreiber im gleichen geographischen Gebiet
          7. Verbindlichkeit der Nachrichtentypen
        5. Zuständiges Gericht
      4. Bilanzkreissystem
        1. Definitionen des Gesetzes
        2. Funktionsweise des Bilanzkreissystems Strom
        3. Stilllegung bilanzkreisloser Entnahmestellen
    7. Energielieferung an Letztverbraucher – Teil I: Rechtsnatur, Grundversorgung, Ersatzversorgung
      1. Rechtsnatur des Energie- und Wasserlieferungsvertrages
      2. Grundversorgung, § 36 EnWG
        1. Wechsel des Grundversorgers / des Netzbetreibers
        2. Beginn und Ende der Grundversorgungs-, Wasser- und Fernwärmelieferungsvertrages; Adressat der Realofferte
      3. Ersatzversorgung, § 38 EnWG
      4. Ehegatten als Letztverbraucher
    8. Energielieferung an Letztverbraucher – Teil II: Sonderverträge
      1. Sonderverträge mit Haushaltskunden, § 41 EnWG
        1. Zustandekommen des Vertrages, Lieferbeginn
        2. Notwendige Bestimmungen in Sonderverträge mit Haushaltskunden nach § 41 Abs. 1 EnWG
          1. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 EnWG – Vertragsdauer, Preisanpassung, Kündigungstermine, -fristen und -rechte
          2. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 2 EnWG – zu erbringende Leistungen, Wartungsdienste
          3. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 3 EnWG – Zahlungsweise
          4. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 4 EnWG – Haftung
          5. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 5 EnWG – Lieferantenwechsel
          6. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 6 EnWG – aktuelle Informationen über die geltenden Tarife
          7. § 41 Abs. 1 Satz 2 Nr. 7 EnWG – Streitbeilegungsverfahren
        3. Neuregelung des Rechts der Verbraucherverträge seit 13.06.2014
          1. Neue Definition der Textform, § 126b BGB – der dauerhafte Datenträger
          2. Allgemeine Pflichten bei Verbraucherverträgen, § 312a BGB
          3. Außerhalb von Geschäftsräumen geschlossene Verträge und Fernabsatzverträge, §§ 312b, 312c BGB
          4. Elektronischer Geschäftsverkehr
          5. Widerrufsrecht in der Energieversorgung
            1. Wann besteht ein Widerrufsrecht?
            2. Länge und Beginn der Widerrufsfrist
            3. Form und Frist des Widerrufs
            4. Widerrufsbelehrung und Muster-Widerrufsformular
            5. Folgen des Widerrufs, Wertersatz
        4. Zahlungsmöglichkeiten, § 41 Abs. 2 EnWG
        5. Information über beabsichtigte Änderung der Vertragsbedingungen, § 41 Abs. 3 EnWG
        6. Allgemeine Informationen über zu erbringende Leistungen, § 41 Abs. 4 EnWG
        7. Haftung und Haftungsbeschränkung
        8. Einwilligung in Zählerfernauslesung, § 21g Abs. 6 Satz 5 EnWG
        9. Nicht vorgeschriebene Klauseln
          1. Zutrittsrecht
          2. Pauschalierung von Verzugskosten
          3. Werbeeinwilligung
          4. Selbstablesung
          5. Unterjährige endgültige Abrechnung
          6. Aufhebung bisheriger Vereinbarungen
          7. Vollmacht zur Kündigung beim bisherigen Lieferanten
      2. Sonderverträge mit Nicht-Haushaltskunden, §§ 453, 433 BGB
      3. Informationspflichten gegenüber allen Kunden, § 4 EDL-G, § 107 Absatz 2 EnergieStV
    9. Energielieferung an Letztverbraucher – Teil III: Preisvereinbarung und Preisanpassung
      1. Preisvereinbarung (Anfangspreis)
      2. Preisanpassung
        1. Einseitiges Leistungsbestimmungsrecht, § 315 BGB
          1. Billiges Ermessen, § 315 Abs. 1 Halbs. 2 BGB
          2. Erklärung des Leistungsbestimmung, § 315 Abs. 2 BGB – Preisanpassungsschreiben
          3. Richterliche Ersatzbestimmung, § 315 Abs. 3 Satz 2 BGB
        2. Preisanpassungsklauseln in der Energieversorgung
          1. Grundversorgung
          2. Sonderverträge mit Verbrauchern
            1. Grundsätzliches
            2. Musterklausel
            3. Preisanpassung in der Erstlaufzeit
            4. Rechtsprechung: BGH, Urteil vom 25.11.2015 – VIII ZR 360/14
          3. Sonderverträge mit Nicht-Verbrauchern
          4. Netzbetrieb, Wasser, Sonstiges
            1. Netzentgelte
            2. Baukostenzuschüsse
            3. Wasserzählerdimensionierung
        3. Preisanpassung ohne Preisanpassungsklausel?
    10. Energielieferung an Letztverbraucher – Teil IV: Rechnung, Stromkennzeichnung
      1. Strom- und Gasrechnungen, § 40 EnWG
        1. Anforderungen an die Energierechnung
          1. Rechnung nach allgemeinem Zivilrecht, Mindestanforderungen für Fälligkeit
          2. Rechnung nach § 14 UStG
          3. § 40 Abs. 1 EnWG: »Einfach und verständlich«
          4. Der Katalog des § 40 Abs. 2 Satz 1 EnWG
          5. § 40 Abs. 2 Satz 3 EnWG: Verbrauchsschätzung
          6. Weitere Lieferantenpflichten im Zusammenhang mit der Rechnung
        2. Checklisten
          1. Konstitutive Rechnungsbestandteile
          2. Informative Rechnungsbestandteile
        3. Rechtsfolgen unterbliebener Angaben
          1. Keine Sanktion im EnWG
          2. Lauterkeitsrechtliche Sanktionen
          3. Vertragsrechtliche Folgen
            1. Fehlen »konstitutiver« Rechnungsbestandteile
            2. Nichterteilung geschuldeter Informationen
        4. Rechtsfolgen unzulässiger Schätzung
        5. Rechtsfolgen verzögerter Rechnung; Verjährung
          1. Nicht rechtzeitige Rechnungsstellung, § 40 Abs. 4 EnWG; Verjährungsbeginn
          2. Verjährungsfrist für den Zahlungsanspruchs des Lieferanten
        6. Nachberechnung, § 18 StromGVV/GasGVV
      2. Stromkennzeichnung
    11. Energielieferung an Letztverbraucher – Teil V: Sonstiges
      1. Das unplanmäßige Ende des Sondervertrages
        1. Schicksal des Sondervertrages mit Verbrauchern bei Umzug oder Tod des Letztverbrauchers
        2. Schicksal des Sondervertrages mit Unternehmern bei Betriebsverlegung
        3. Der Sondervertrag in der Insolvenz
      2. Energieentnahme ohne Vertrag – Geschäftsführung ohne Auftrag – »Metzgerfall«
      3. Haftung des Lieferanten beim Lieferantenwechsel
      4. Rechtsweg für Streitigkeiten aus Energielieferungsvertrag
      5. Keine Haftung des Vermieters für Verbrauch des Mieters
      6. Die Versorgung von Mietern durch den Vermieter
    12. Sachenrecht
      1. Begriff der »Sache«, § 90 BGB
      2. Wesentliche Bestandteile und Zubehör, §§ 93-97 BGB
        1. Wesentliche Bestandteile einer Sache, § 93 BGB
        2. Wesentliche Bestandteile einer unbeweglichen Sache, § 94 BGB
          1. Wesentliche Bestandteile eines Grundstücks, § 94 Abs. 1 BGB
          2. Wesentliche Bestandteile eines Gebäudes, § 94 Abs. 2 BGB
          3. Ausnahmen für Grundstücke und Gebäude, § 95 BGB
            1. »vorübergehender Zweck«, § 95 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 BGB
            2. »in Ausübung eines Rechts«, § 95 Abs. 1 Satz 2 BGB
        3. Zubehör, § 97 BGB
      3. Eigentum und Besitz
        1. Besitz, §§ 854 BGB ff.
        2. Besitzschutz, §§ 858 ff. BGB
        3. Ansprüche aus Eigentum, §§ 903, 985, 1004 BGB
        4. Deliktischer Schutz des Eigentums, §§ 823 ff. BGB
        5. Eigentumsübergang
        6. Begrenzung des Grundstücks nach oben und unten
      4. Eigentum an Versorgungsleitungen
        1. Gesetzeslage
        2. Herrschende Meinung
          1. Literatur
          2. »Krakentheorie« des Reichsgerichts
          3. Schweizerisches und österreichisches Recht
          4. Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs
        3. Eigene Stellungnahme
          1. Geänderte physikalische Gegebenheiten
          2. Geänderte rechtliche Gegebenheiten
          3. Rechtliche Einordnung von Versorgungsleitungen nach BGB
            1. Mit dem Grund und Boden fest verbundenen Sachen, § 94 Abs. 1 Satz 1 BGB
            2. Zu einem vorübergehenden Zweck verbundene Sachen, § 95 Abs. 1 Satz 1 BGB
            3. Nachträgliche Zweckänderung
            4. In Ausübung eines Rechts errichtete Gebäude und Werke, § 95 Abs. 1 Satz 2 BGB
          4. Konsequenzen
            1. Leitungen auf öffentlichem Grund
            2. Leitungen auf privatem Grund
        4. Beispiele aus der Rechtsprechung
          1. OLG Düsseldorf, Beschluss vom 30.04.2015 – VI-5 Kart 9/14 – Umwidmung einer Netzleitung zur Direktleitung
          2. [noch frei]
    13. Haftung des Netzbetreibers
      1. Übersicht
      2. BGB-Haftung – Verletzung einer Pflicht aus einem Schuldverhältnis und deliktische Haftung
        1. Schuldverhältnisse: Netzanschlussvertrag, Netznutzungsvertrag, Anschlussnutzungsverhältnis
        2. Pflichtverletzung, § 280 BGB
        3. Deliktische Haftung (= unerlaubte Handlung), § 823 BGB
        4. Verschulden – einfache und grobe Fahrlässigkeit, Vorsatz, § 276 BGB
        5. Besondere Haftungsregelung für Netzbetreiber, § 18 NAV/NDAV
        6. Schaden, § 249 BGB
        7. Mitverschulden, § 254 BGB
      3. Haftpflichtgesetz
        1. Anknüpfungspunkt, Umfang und Grenzen
        2. Rechtsprechung zur Versorgungsunterbrechung
        3. Rechtsprechung zur Beweislast
        4. Rechtsprechung zum Begriff »Inhaber der Anlage«
        5. Rechtsprechung zum Begriff der »Wirkung«
        6. Rechtsprechung zum Begriff »innerhalb eines Gebäudes« – Der Haftungsauschluss des § 2 Abs. 3 Nr. 1 HaftPflG
      4. Produkthaftungsgesetz
        1. Anknüpfungspunkt, Umfang und Grenzen
        2. Erdgas, Wasser, Fernwärme
        3. Elektrizität – Der Netzbetreiber als »Hersteller« von Strom
      5. Haftung Dritter für Netzstörungen
        1. Haftung des Netzbetreibers für Störungen durch Dritte?
        2. Verpflichtung zur Weitergabe von Daten des Schädigers an den Geschädigten
        3. Berechtigung zur Weitergabe von Daten des Schädigers an den Geschädigten
          1. Vertraulichkeit wirtschaftlich sensibler Informationen, § 6a EnWG
          2. Rücksichtnahmepflicht gegenüber dem Schädiger, § 241 Abs. 2 BGB
          3. Vertraulichkeitsvereinbarung in dem Netzanschlussvertrag
          4. Datenschutzrecht
      6. Netzbetreiber als Geschädigter
        1. Rechtsprechung zur Erkundigungspflicht des Tiefbauunternehmers
        2. Rechtsprechung: Überprüfungskosten / dinglich gesicherte Leitung
      7. Weitere Rechtsprechung
        1. Schadensersatzanspruch des Mieters gegen Hausverwaltung wegen verdorbener Lebensmittel infolge ungerechtfertigter Stromsperrung
        2. Haftung des Stromnetzbetreibers für Stromausfall infolge einer defekten Hausanschlussmuffe
    14. Anspruchssicherung und -durchsetzung
      1. Vorbeugende Forderungssicherung (Vorauszahlung, Sicherheitsleistung)
      2. Mahnwesen
      3. Verbraucherbeschwerden und Schlichtungsstelle, §§ 111a - 111c EnWG
      4. Rechtsweg in Energiesachen
      5. Gerichtliches Mahnverfahren
      6. Zwangsvollstreckung
      7. Durchsetzung von Zutritts- und Zugangsrechten
      8. Der Energie- oder Netzkunde in der Insolvenz
      9. Der Kunde auf der Flucht – Was tun, wenn der Kunde nicht mehr erreichbar ist?
        1. Willenserklärungen
        2. Zugang
        3. Öffentliche Zustellung einer Willenserklärung
        4. Entbehrlichkeit von »Androhung« und »Ankündigung«
        5. Schutz der Bewohner und Mieter
        6. Verfolgung der Rückstände
    15. Randgebiete
      1. Wegenutzungsverträge und Konzessionsabgaben, §§ 46-48 EnWG, KAV
        1. Konzessionsvergabe
        2. Direktleitung
      2. Unlauterer Wettbewerb, UWG
        1. Grundsätzliches
        2. Beispiele aus der Rechtsprechung
      3. Allgemeines Kartellrecht, GWB und Energie-Kartellrecht, EnWG
      4. Vergaberecht
        1. Vergaberechtsreform 2016
        2. [noch frei]
      5. Fernwärme
        1. Definition der Fernwärme
        2. Wettbewerb
        3. Ausgangspreis
        4. Preisanpassung
        5. Weitere Rechtsprechung
          1. Kein Auskunftsanspruch über die Kalkulation von Wärmepreisen nach LIFG RP
          2. Vertragsstrafe nach § 23 AVBFernwärmeV bei illegalem Zähleraustausch
      6. Wasser
        1. Besonderheiten der Wasserversorgung
        2. Rechtsprechung
          1. Bemessung des Wassergrundpreises je Wohnung zulässig
          2. Wasserzählerdimensionierung
      7. Abwasser
      8. Abfall
      9. Gemeindewirtschaftsrecht
        1. Angelegenheiten der örtlichen Gemeinschaft
          1. OVG Sachsen-Anhalt: Erzeugung von PV-Strom durch Gemeinde
          2. [noch frei]
        2. Wirtschaftliche Betätigung der Gemeinde
          1. OVG Sachsen-Anhalt: Erzeugung von PV-Strom durch Gemeinde
          2. [noch frei]
        3. Öffentlicher Zweck
          1. OVG Sachsen-Anhalt: Erzeugung von PV-Strom durch Gemeinde
          2. [noch frei]
      10. EEG
        1. Entschädigungsanspruch, Einspeisungsmanagement
          1. OLG Hamm: Entschädigungsanspruch auch ohne Netzausbaupflicht
          2. [noch frei]
        2. Eigenstromprivileg
          1. BGH: kein Privileg für eng verflochtenen Konzernverbund
          2. [noch frei]
        3. KWK-Bonus für Strom aus Biomasse
          1. BGH: Leistungssteigerung nach Stichtag
          2. BGH: Kein KWK- und Nawaro-Bonus für Eigenverbrauch nach EEG 2009
        4. Begriff der PV-Anlage
          1. BGH: Gesamtheit der PV-Module bilden die Anlage
      11. KWKG
      12. Außenauftritt des Unternehmens
        1. Geschäftsbrief
        2. Internetauftritt
          1. Impressum
          2. Haftung für externe Links

RA Michael Brändle

RA Michael Brändle ist spezialisierter Rechtsanwalt, Autor und Dozent für Energierecht.

RA Michael Brändle, Jahrgang 1955, hat sich als Rechtsanwalt vor über 10 Jahren auf das Energierecht spezialisiert. Er berät und vertritt als Rechtsanwalt Energie- und Wasserversorger, kommunale Gebietskörperschaften, gewerbliche, gemeinnützige und kirchliche Energiekunden und andere Marktteilnehmer in Fragen des Energierechts mit zivilrechtlichem Schwerpunkt.

Rechtsanwalt Brändle ist Autor des in der Online-Bibliothek des Verlags VersorgungsWirtschaft erschienenen Online-Buchs „Energie-Zivilrecht“ und er veröffentlicht regelmäßig Beiträge zum Energierecht in der VersorgungsWirtschaft und in anderen Fachzeitschriften. Er ist weiterhin Autor des Beitrags „Energierecht“ in der Internet-Veröffentlichung „Chronik der Elektrotechnik“ des VDE.

Als Lehrbeauftragter für Energierecht an der Hochschule Esslingen und der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, Campus Friedrichshafen bildet er junge Ingenieure aus. Als Dozent hält er regelmäßig das Online-Seminar „Update-Energie-Zivilrecht“ für den Verlag VersorgungsWirtschaft ab und ist gelegentlich auch für andere Fortbildungseinrichtungen tätig.

Außerdem ist Herr Brändle als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einem Rechtsanwalt am Bundesgerichtshof tätig.

Das Energierecht ist seit 10 Jahren in heftiger Bewegung. Dies ist einerseits durch mehrere EU-Richtlinienpakete und darauf folgende Änderungen des nationalen Rechts, andererseits durch die nationale sog. „Energiewende“ bedingt. Die heftigen Bewegungen nahmen in diesen zehn Jahren eher zu als ab. Sich widersprechende politische Ziele verschiedener Akteure, bisweilen auch sich widersprechende politische Ziele des gleichen Akteurs, führen zu einem quantitativen Anschwellen der Rechtsnormen bei einer zunehmend abnehmenden Qualität.

In Anlehnung an Rüthers[1] gilt für die gesamte Rechtsordnung: Die Gesetzgebung teilt bei der Formulierung der Gesetze die Rechtsnormen in eine Vielzahl kleinerer Rechtssätze auf, um dadurch im Idealfall die Komplexität der Regelung zu verringern. Diesen Weg der Gesetzgebung muss der Rechtsanwender wieder zurückgehen. Erst aus der „Zusammenschau“ mehrerer Normen lässt sich über die Ermittlung ihres spezifischen Normzwecks der Anwendungsbereich der einzelnen Vorschrift feststellen. Eine sinnvolle Rechtsanwendung setzt die harmonisierende Interpretation der Einzelnormen voraus. Die Feststellung – genauer: Konstruktion – eines übergreifenden gesetzgeberischen Wertungsplans wird oftmals auch dadurch erschwert, dass die einschlägigen Gesetzesvorschriften einen unterschiedlichen Entstehungszeitpunkt haben oder gar aus unterschiedlichen Verfassungsepochen und gesellschaftlichen Entwicklungsphasen mit anderen Wertvorstellungen oder „Sozialidealen“ der Gesetzgebung stammen. Das geschriebene Recht gleicht deshalb einem Faltengebirge unterschiedlichster Gesetzesmaterien.

Dies gilt in ganz besonderer Weise für das Energierecht. Dieses Werk versucht, dem Rechtsanwender – insbesondere auch demjenigen ohne juristische Vorbildung – einen Weg durch den „Dschungel“ zu weisen. Dabei soll der Blick weder von den Wunschvorstellungen der Branche, noch durch die der sog. Verbraucherschützer oder gar durch solche der Regulierungsbehörden verstellt werden. Ich folge im Wesentlichen den herrschenden Auslegungsgrundsätzen und der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs. Eine fundierte Kritik an einzelnen herrschenden Auffassungen oder höchstrichterlichen Gerichtsentscheidungen ist damit selbstverständlich nicht ausgeschlossen.

Das Werk richtet sich an Energie- und Wasserversorger, kommunale Gebietskörperschaften, gewerbliche, gemeinnützige und kirchliche Energiekunden aber auch an alle anderen Marktteilnehmer wie Vermieter und Verwalter von Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern, Wohnungsbaugesellschaften und Bauträger, Hersteller von Energieerzeugungs- und ‑verteilungsanlagen, Projektgesellschaften, Energie-Genossenschaften, Ingenieurgesellschaften usw., nicht zuletzt aber auch an die juristischen Kollegen in den Anwaltskanzleien und Unternehmen sowie an Studierende.

Die Besonderheit dieses Werkes gegenüber anderen zum gleichen Thema bisher erschienenen stellt die Tatsache dar, dass es ausschließlich online erscheint und von vornherein hierfür konzipiert und erstellt wurde. Es ist also kein elektronischer Abklatsch eines gedruckten Werkes, sondern der Versuch, die Dynamik der Rechtsentwicklung und der Rechtsprechung mit Hilfe dynamischer Webseiten einzufangen. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ich bin so in der Lage, sehr schnell neue Gesetze und Gerichtsentscheidungen einzuarbeiten; manchmal noch bevor Besprechungen in einer gedruckten Zeitschrift technisch überhaupt möglich sind. Man mag es als Nachteil empfinden, jedenfalls als ungewohnt, dass dieses Werk – bis auf die jährliche Archivierung, welche der Verlag vornimmt – ständigen Aktualisierungen unterworfen ist, wobei ich selbstverständlich nicht einfach Textpassagen ersatzlos entferne, sondern diese bei Bedarf transparent fortschreibe.

Das Werk hat den Anspruch, praxistauglich zu sein und gleichzeitig hohen wissenschaftlichen Anforderungen zu genügen. Als spezialisierter Rechtsanwalt, Autor und Dozent für Energierecht einerseits und als wissenschaftlicher Mitarbeiter bei einem Rechtsanwalt beim Bundesgerichtshof andererseits habe ich stets beide Aspekte im Blick. Niemand kann aber alles wissen und berücksichtigen. Ich bin deshalb für jede Anregung aus dem Kreis der Leser dankbar. Dieses Werk lebt auch davon, dass es Fragestellungen aus der Praxis aufgreift und verarbeitet. Scheuen Sie sich also bitte nicht, mit mir Kontakt aufzunehmen, falls Sie anderer Meinung sind oder wenn Sie eine Frage haben oder wenn Sie den einen oder anderen für Sie wichtigen Punkt vermissen. Meine Kontaktdaten finden Sie im Autorenprofil.

Freiburg, im Januar 2016

RA Michael Brändle, Freiburg


[1] Rüthers/Fischer/Birk: Rechtstheorie mit juristischer Methodenlehre, 6., überarb. Aufl., München, 2011, Rn 139 – 146.

Der Einzelpreis für das Online-Handbuch beträgt 9,90 € je Monat zzgl. 19 % Umsatzsteuer. Für Bestellungen in der Subskriptionsphase bis zum 31. Dezember 2016 beträgt der Preis für das erste Bezugsjahr 7,90 €.

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Zitiervorschlag:Brändle, Michael, Energie-Zivilrecht, Verlag Versorgungswirtschaft, München, URL, Datum, Uhrzeit.

 

Hinweise und Anregungen zur Weiterentwicklung des Werks nehmen Autor und Verlag gerne entgegen.

Aktualisierungen 2016 - 3. Quartal

21.09.2016

Das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende wurde am 01.09.2016 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl I 2034). Beratungsvorgang Bundesrat 349/16; Entwurf der Bundesregierung: BT-Drs. 18/7555.


04.09.2016

Beratungsstand des Gesetzes zur Einführung von Ausschreibungen für Strom aus erneuerbaren Energien und zu weiteren Änderungen des Rechts der erneuerbaren Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG 2016):

  • Regierungsentwurf: BT-Drs. 18/8832, 18/8972 (vom Bundestag für erledigt erklärt).
  • Fraktionsentwurf (mit Begründung): BT-Drs. 18/8860.
  • Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss): BT-Drs. 18/9096.
  • Gesetzesbeschluss des Bundestags am 08.07.2016: Plenarprotokoll 18/184, 18239 D.
  • Beratungsvorgang Bundesrat 355/16 (keine Anrufung Vermittlungsausschuss).
  • BGBl steht noch aus.

04.09.2016

Die Neufassung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) vom 16.08.2016 wurde am 22.08.2016 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl I 1984). Den Verordnungsentwurf der Bundesregierung mit Begründung finden Sie in BT-Drs.18/8561, Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie (9. Ausschuss) vom 06.07.2016 in BT-Drs. 18/9081. Die Neufassung tritt am Tag nach Veröffentlichung in Kraft, jedoch nicht vor dem Tag, an dem die Europäische Kommission die beihilferechtliche Genehmigung erteilt hat. Dies wird im Bundesanzeiger veröffentlicht werden.

Durch die Novelle soll, so die Begründung, die Beschaffung abschaltbarer Lasten stärker wettbewerblich ausgerichtet werden. Des Weiteren sollen zukünftig zwar geringere Mengen als im Rahmen der alten Verordnung zu abschaltbaren Lasten ausgeschrieben, aber durch eine Ausweitung des Adressatenkreises voraussichtlich größere Abschaltleistungen kontrahiert werden.


19.08.2016

Das Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) wurde vom Deutschen Bundestag am 07.07.2016 in Dritter Lesung in der Ausschussfassung beschlossen (Plenarprotokoll 18/183 S. 18126 C) und dem Bundesrat zugeleitet (Beratungsvorgang Bundesrat: 466/16). Den Gesetzentwurf der Bundesregierung mit Begründung (und NKR-Stellungnahme, BR-Stellungnahme und Gegenäußerung der BReg) finden Sie in BT-Drs. 18/8332, Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur (15. Ausschuss) in BT-Drs. 18/9023.

Das Artikelgesetz besteht weitgehend in Änderungen des Telekommunikationsgesetzes (TKG). In diesem sind jetzt aber zahlreiche Bestimmungen enthalten, welche unmittelbar Energieversorger und Wasserentsorger betreffen.

Für die Energie- und Wasserwirtschaft sind vor allem von Bedeutung:

  • die neue Definition der »öffentlichen Versorgungsnetze« in § 3 Nr. 16b TKG;

    • zu diesen gehören

      • Gas-,
      • Elektritäts-,
      • Fernwärme-
      • und im Grundsatz auch Wassernetze, wobei Trinkwassernetze, nicht aber Abwassernetze ausgenommen sind;

    • umfasst sind sowohl

      • entstehende und
      • betriebene wie auch
      • stillgelegte Versorgungsnetze;

  • Auskunfts-, Informations- und Koordinierungspflichten, nämlich

    • die Auskunftspflicht des § 77b TKG;
    • die Pflicht zur Informationen über Bauarbeiten an öffentlichen Versorgungsnetzen nach § 77h TKG;
    • die Pflicht zur Koordinierung von Bauarbeiten nach § 77i TKG;

  • die Pflicht, die Netze für den TK-Ausbau zur Verfügung zu stellen, insbesondere

    • die Pflicht, die Mitnutzung öffentlicher Versorgungsnetze nach § 77d TKG zu gewähren;
    • die in § 77g TKG abschließend geregelten Versagungsgründe gegen eine Mitnutzung und die
    • die Entscheidungsbefugnis der Bundesnetzagentur im Streitfall nach § 77n TKG.


12.08.2016

Das Gesetz zur Weiterentwicklung des Strommarktes (Strommarktgesetz) vom 26.07.2016 wurde am 29.07.2016 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl I 1786) und trat (mit wenigen Ausnahmen) am 30.07.2016 in Kraft. Den Gesetzentwurf der Bundesregierung mit Begründung (und NKR-Stellungnahme, BR-Stellungnahme und Gegenäußerung der BReg) finden Sie in BT-Drs. 18/7317, die Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Wirtschaft und Energie, der noch einige Änderungen  vorgenommen hat, in BT-Drs. 18/8915.

Eine Synopse der Rechtszustände im EnWG vor und nach der Änderung finden Sie bei buzer.de hier. Neben dem EnWG wurden durch das Strommarktgesetz noch weitere Gesetze geändert.

Man kann es getrost als »Rolle rückwärts« bezeichnen, dass nunmehr Übertragungsnetzbetreiber eigene Erzeugungsanlagen errichten und betreiben dürfen (sogenannte »Netzstabilitätsanlagen« nach § 13k EnWG n.F.). Dies soll für die Übergangszeit zwischen dem vollständigen Atomausstieg 2021 und dem voraussichtlich abgeschlossenen Netzausbau im Jahr 2025 erfolgen. Die Anlagen werden außerhalb des Marktes eingesetzt. Das Ganze wird über die Netznutzungsentgelte finanziert. Damit sind wir (fast) wieder dort, wo wir 1998 schon einmal waren.


08.08.2016

Zum 01.10.2016 tritt eine Änderung des § 309 Nr. 13 BGB in Kraft, welche Auswirkungen auf Sonderverträge mit Verbrauchern im Bereich Strom und Gas hat.

Änderungsgesetz: Gesetz zur Verbesserung der zivilrechtlichen Durchsetzung von verbraucherschützenden Vorschriften des Datenschutzrechts vom 17.03.2016, BGBl I 233.

Gesetzentwurf der Bundesregierung mit Begründung (und NKR-Stellungnahme, BR-Stellungnahme und Gegenäußerung der BReg): BT-Drs.18/4631.

Nach § 309 Nr. 13 lit. b) BGB n.F. ist eine Bestimmung in Allgemeinen Geschäftsbedingungen unwirksam, durch die Anzeigen oder Erklärungen, die dem Verwender oder einem Dritten gegenüber abzugeben sind, an eine strengere Form als die Textform gebunden werden. Eine solche Erklärung ist insbesondere (aber nicht nur) die Kündigung des Energielieferungsvertrages.

Grundversorgungsverträge sind nach § 20 Abs. 2 Satz 1 StromGVV/GasGVV ohnehin in Textform kündbar. Sofern bisher in Sonderkundenverträgen mit Verbrauchern eine Kündigung in Schriftform vorgesehen ist, ist jedoch bis zum Inkrafttreten des neuen § 309 Nr. 13 BGB eine Überarbeitung der Vertragsformulare geboten, soweit die Verträge  Verbrauchern angeboten werden. In Verträgen mit Nicht-Verbrauchern ist die Vereinbarung der Schriftform weiterhin möglich.

Die entsprechenden Musterformulierungen für die Kündigung in diesem Werk mussten nicht angepasst werden; hier wurde schon bisher »Textform« vorgeschlagen. Es wurde lediglich eine Fußnote hinzugefügt, die darauf hinweist, dass dies ab 01.10.2016 zwingend ist.

Nach § 32 Abs. 6 AVBWasserV und AVBFernwärmeV bedarf die Kündigung der Schriftform. Diese Bestimmungen wurden nicht geändert. Bei einer Belieferung nach den Verordnungen, was insbesondere bei Wasser die Regel ist, ändert sich nichts. Bei Fernwärme sind die Vertragsgestaltungen sehr vielfältig. Hier gibt es insbesondere auch Vertragsverhältnisse für die die AVBFernwärmeV nicht vollständig passt und bei denen deshalb weitere Regelungen erforderlich sind. Bei derartigen »Fernwärme-Sonderverträgen«Es soll hier nicht weiter vertieft werden, ob es den »Fernwärme-Sondervertrag« überhaupt gibt. ist § 309 Nr. 13 BGB in seiner Neufassung ebenfalls zu beachten.

Einen Gleichlauf aller Sonderkundenverträge mit Verbrauchern in allen Sparten könnte dadurch erreicht werden, dass bei Wasser und Fernwärme – zugunsten des Kunden und nur für diesen – in den allgemeinen Versorgungsbedingungen nach § 1 Abs. 1 der jeweiligen Verordnung geregelt wird, dass der Kunde entgegen § 32 Abs. 6 AVBWasserV/AVBFernwärmeV seine Erklärungen, insbesondere die Kündigung auch in Textform abgeben kann.


05.08.2016

Nach Presseberichten hat sich das VG Düsseldorf in einer mündlichen Verhandlung am 28.07.2016 im Verfahren mit dem Aktenzeichen 12 K 8122/13 dahingehend geäußert, Erschließungsbeiträge für Straßen können auch noch fast 80 Jahre nach Baubeginn verlangt werden. Erst mit dem Bau von Gehwegen im Jahr 2009 sei die 1937 begonnene Erschließung abgeschlossen gewesen. Der betroffene Straßenabschnitt sei »über Jahrzehnte gewachsen«. Für die Dauer der Erschließung gebe es »keine Verjährung, keine Verwirkung und keinen Vertrauensschutz«. (zitiert nach SPIEGEL-Online vom 28.07.2016). Die Kläger nahmen hierauf die Klagen teilweise zurück, teilweise wurde ein Vergleich geschlossen. Das Protokoll der mündlichen Verhandlung vom 28.07.2016 wurde von der Justiz NRW hier veröffentlicht.


05.08.2016

Das VG Koblenz hat Windenergieanlagen die immissionsschutzrechtliche Genehmigung mit der Begründung versagt, deren Rotoren bedeuten »eine für die Landschaft in ihrem bisherigen Bestand neue und fremdartige technische Überformung« und beeinträchtige die Sichtbeziehung auf die Reichsburg Cochem sowie die Burg Coraidelstein in Klotten. Die in exponierter Solitärlage errichteten Burgen seien nur noch gemeinsam mit den WEA wahrnehmbar. Durch die Dominanz der WEA verlieren die Burgen ihre visuelle Anziehungskraft, die bei drehenden Rotoren noch mehr zurücktrete.

VG Koblenz, Urteil vom 14.07.2016 – 4 K652/15.KO n. rkr. Die Pressemitteilung des Gerichts finden Sie hier. Dort kann auch der Volltext heruntergeladen werden. Die Berufung wurde zugelassen.


05.08.2016

Das VG Berlin hat entschieden, ein Umspannwerk mit einer Fläche von ca. 27 m x 33 m und mit einer Höhe bis zu 11,65 m zur Versorgung von bis zu 70.000 Kunden mit elektrischer Energie könne – in Berlin – als »gewerblicher Kleinbetrieb« nach § 7 Nr. 8 Satz 1 lit. b BO 58 im allgemeinen Wohngebiet zulässig sein.

VG Berlin, Urteil vom 26.07.2016 – VG 19 K 192.14 n. rkr. Die Pressemitteilung des Gerichts finden Sie hier. Dort kann auch der Volltext heruntergeladen werden. Die fortgeltenden städtebaulichen Vorschriften der Bauordnung für Berlin - BO 58 - in der Fassung vom 21.11.1958 finden Sie als Arbeits- und Lesefassung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung Berlin hier.


05.08.2016

Das Kabinett hat am 03.08.2016 die Neufassung der Anreizregulierungsverordnung mit dem vom Bundesrat vorgeschlagenen Maßgaben beschlossen. Die Pressemitteilung des BMWi finden Sie hier. Die Rechtsverordnung wird nach ihrer Verkündung im Bundesgesetzblatt voraussichtlich noch im Sommer 2016 in Kraft treten.


19.07.2016

Der Bundesgerichtshof hat seine bereits bekannte Rechtsprechung zur Preisanpassung in der Grundversorgung im Bereich GasBGH, Urteile vom 28.10.2015 – VIII ZR 158/11 und VIII ZR 13/12; BGH Urteile vom 09.12.2015 – VIII ZR 236/12 und VIII ZR 208/12. mit Urteil vom 06.04.2016 – VIII ZR 211/10 erwartungsgemäß auf den Bereich Strom übertragen. Im Übrigen hät er an seiner bereits bekannten Rechtsprechung fest. Damit hat er nunmehr auch dasjenige Verfahren aus dem Strombereich entschieden, welches er ursprünglich dem EuGH vorgelegt hatte und über welches der EuGH längst entschieden hatte.EuGH, Urteil vom 23.10.2014 – C-359/11 und C-400/11. Siehe zu diesem Thema im Einzelnen im Abschnitt Preisanpassungsklauseln in der Energieversorgung / Grundversorgung.


11.07.2016

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 08.07.2016 das Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende gebilligt. Beratungsvorgang Bundesrat 349/16; Entwurf der Bundesregierung: BT-Drs. 18/7555.


11.07.2016

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 08.07.2016 das EEG 2016 passieren lassen (kein Einspruch). Beratungsvorgang Bundesrat 355/16. Das Gesetzespaket enthält Änderungen von zahlreichen weiteren Gesetzen und Verordnungen. Es tritt am 01.01.2017 in Kraft.


10.07.2016

Der Bundesgerichtshof hat mit Urteil vom 09.12.2015 – VIII ZR 349/14 klargestellt, dass es in Sonderverträgen zulässig ist, das Sonderkündigungsrecht bei Preisanpassung so auszugestalten, dass der Kunde (nur) die Möglichkeit hat, zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Änderungen zu kündigen, dass er somit nicht etwa ein »ewiges« Kündigungrecht hat. Dies war bisher schon in der Musterklausel des Autors im Abschnitt Information über beabsichtigte Änderung der Vertragsbedingungen, § 41 Abs. 3 EnWG so geregelt. Ob die in der Musterklausel weiter empfohlene Anlehnung an § 5 Absatz 3 Satz 2 StromGVV erforderlich ist oder nicht, ist höchstrichterlich weiterhin nicht entschieden.

In der gleichen Entscheidung hat der Bundesgerichtshof folgenden Zusatz als unwirksam verworfen: »Kündigt er [der Kunde] den Vertrag nicht, so treten die Anpassungen ab dem in der Mitteilung genannten Zeitpunkt in Kraft. Die X-AG ist verpflichtet, den Kunden in der schriftlichen Mitteilung auf die Bedeutung seines Schweigens hinzuweisen.« Dies ist unzulässig, weil zum einen Schweigen nicht als Zustimmung fingiert werden darf und zum anderen, weil es dem Kunden auch möglich sein muss, der mitgeteilten Vertragsänderung (schlicht) zu widersprechen und so den Vertrag zu den vereinbarten Bedingungen fortzuführen. Es ist dann Sache des Lieferanten, den Vertrag seinerseits zu kündigen, falls er ihn nicht zu den bisherigen Bedingungen fortführen möchte.

Die Entscheidung war Anlass für eine Ergänzung im Abschnitt Preisvereinbarung (Anfangspreis). Dort wurde eine Musterklausel für eine Änderungskündigung eingefügt.

Eine Besprechung der Entscheidung ist für Heft 8/2016 der VersorgW vorgesehen.

Aktualisierungen 2016 - 2. Quartal

01.06.2016

Das Bundeskabinett hat am 01.06.2016 die vom Bundeswirtschaftsminister vorgelegte Zweite Verordnung zur Änderung der Anreizregulierungsverordnung verabschiedet und dem Bundesrat zugeleitet, welcher der Verordnung zustimmen muss. Den Regierungsentwurf finden Sie hier.


30.05.2016

Nach einem Urteil des EuGH vom 19.04.2016EuGH, Urteil vom 19.04.2016 – C-441/14. ist das Unionsrecht dahin auszulegen, dass ein nationales Gericht, das mit einem in den Geltungsbereich der Altersdiskriminierungsrechtlinie fallenden Rechtsstreit zwischen Privatpersonen befasst ist, die von ihm anzuwendenden Vorschriften seines nationalen Rechts so auslegen muss, dass sie im Einklang mit dieser Richtlinie angewandt werden können, oder, falls eine solche richtlinienkonforme Auslegung unmöglich ist, erforderlichenfalls alle Vorschriften des nationalen Rechts, die gegen das allgemeine Verbot der Diskriminierung wegen des Alters verstoßen, unangewendet lassen muss. Dies widerspricht, der früheren Rechtsprechung des EuGH und auch der jüngeren Rechtsprechung des BGH. Wegen der Einzelheiten wird auf die Ergänzungen vom heutigen Tage im Abschnitt Europäisches Recht (dort am Ende) verwiesen.


30.05.2016

Wer Elternzeit beanspruchen will, muss sie nach § 16 Abs. 1 BEEG schriftlich vom Arbeitgeber verlangen. Das Elternzeitverlangen erfordert somit die Schriftform nach § 126 Abs. 1 BGB. Es muss deshalb vom Arbeitnehmer eigenhändig durch Namensunterschrift oder mittels notariell beglaubigten Handzeichens unterzeichnet werden. Ein Telefax oder eine E-Mail wahrt die von § 16 Abs. 1 Satz 1 BEEG vorgeschriebene Schriftform nicht und führt gemäß § 125 Satz 1 BGB zur Nichtigkeit der Erklärung. (BAG, Urteil vom 10.05.2016 – 9 AZR 145/15 laut Pressemitteilung des Gerichts)

Dies gilt für jede gesetzliche Schriftform. Zur der Frage, ob sich für die vereinbarte Schriftform aus § 127 BGB (»telekommunikative Übermittlung«) eine Erleichterung ergibt, siehe den Abschnitt Form der Kündigung des Altliefervertrages und Kündigungsvollmacht.


30.05.2016

OLG Hamm, Urteil vom 16.12.2015 – 11 U 5/14 (anhängig BGH I ZR 13/16; siehe aktuelle Meldung vom 10.02.2016) wurde zwischenzeitlich u.a. auf NRWE veröffentlicht. Streitgegenstand war ein presserechtlicher Auskunftsanspruch eines Journalisten gegen eine juristische Personen des Privatrechts, derer sich die öffentliche Hand zur Erfüllung öffentlicher Aufgaben bedient. Der Senat hat den Anspruch bejaht, ebenso wie jüngst LG Bochum, Urteil vom 22.03.2016 - 11 S 165/15, welches bei openjur veröffentlicht ist. Gegen das Urteil des LG Bochum wurde die zugelassene Revision eingelegt (BGH: I ZR 87/16).


30.05.2016

Das Bundeskabinett hat am 25.05.2016 eine Neufassung der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) beschlossen. Der Text des Entwurfs nebst Begründung ist auf der Website des BMWi hier veröffentlicht. Der Bundestag muss noch zustimmen.


30.05.2016

Die Verordnung (EU) 2016/679 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 27. April 2016 zum Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung personenbezogener Daten, zum freien Datenverkehr und zur Aufhebung der Richtlinie 95/46/EG (Datenschutz-Grundverordnung) wurde am 04.05.2016 im Amtsblatt der EU veröffentlicht (L 119). Sie ist nach Art. 99 Abs. 2 ab dem 25.05.2018 anzuwenden.


06.05.2016

Am 25.04.2016 wurden auf der Internetseite des Bundesgerichtshofs zwei weitere Urteile im Zusammenhang mit der Preisanpassung in der Grundversorgung veröffentlicht:

  • BGH, Urteil vom 06.04.2016 - VIII ZR 236/10, vorgehend OLG Koblenz, Urteil vom 26.08.2010 - U 204/10 Kart = DokNr. 13001982 (ansonsten unveröffentlicht) und
  • BGH, Urteil vom 06.04.2016 - VIII ZR 324/12.

04.05.2016

Die Verordnung zur Bestimmung Kritischer Infrastrukturen nach dem BSI-Gesetz (BSI-Kritisverordnung - BSI-KritisV) ist am 03.05.2016 in Kraft getreten ⇒ BGBl I 958 bzw. Gesetze-im-Internet (hier jeweils neuste Fassung). Danach sind, wie nicht anders zu erwarten, u.a. die Bereiche Stromversorgung, Gasversorgung, Fernwärmeversorgung, Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im Grundsatz kritische Dienstleistungen im Sinne des § 10 Abs.1 Satz 1 des BSI-Gesetzes.

Kritische Infrastrukturen sind jedoch nur solche Anlagen oder Teile davon, die bestimmte, in der Verordnung im Einzelnen definierte Schwellenwerte überschreiten. Diese sind so berechnet, dass der Regelschwellenwert davon ausgeht, dass 500.000 Personen versorgt werden.

  • Bei Strom geht die Verordnung davon aus, dass für die Versorgung von 500.000 Personen eine Leistung von 420 MW erforderlich ist und Jahresarbeit 3.700 GWh beträgt.
  • Bei Gas kommt es auf die Jahresarbeit von 5.190 GWh an.
  • Bei Fernwärme lauten die Schwellenwerte: ausgeleitete Wärmeenergie 2.300 GWh/Jahr (Erzeugung) bzw. 250.000 angeschlossene Haushalte (Fernwärmenetz)
  • Bei Wasser kommt es auf eine Wassermenge von 22 Millionen m³/Jahr an.
  • Bei Abwasser kommt es darauf an, ob mehr als 500.000 Einwohner angeschlossen sind.

Im Übrigen erfasst die Verordnung die Bereiche Erzeugung bzw. Förderung bzw. Gewinnung sowie die Verteilung, also die Netze.


27.04.2016

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat heute den Referentenentwurf einer Verordnung zur grenzüberschreitenden Ausschreibung der Förderung für Strom aus erneuerbaren Energien (Grenzüberschreitende-Erneuerbare-Energien-Verordnung – GEEV) vorgelegt und die Verbändeanhörung eingeleitet. Um den Einstieg in die komplexe Verordnung zu erleichtern, hat das BMWi ein Eckpunktepapier zum Konzept der Öffnung beigefügt.


26.04.2016 (zunächst 09.02.2016, zuvor ergänzt am 26.02.2016, 21.03.2016)

Das Bundeskabinett hat am 03.02.2016 auf Vorschlag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Gesetz zur Änderung der Vorschriften zur Vergabe von Wegenutzungsrechten zur leitungsgebundenen Energieversorgung beschlossen. Ziel ist, bei Netzübernahmen, insbesondere durch Kommunen, für mehr Rechtssicherheit zu sorgen. Der Gesetzentwurf der Bundesregierung wurde am 05.02.2016 dem Bundesrat zur Stellungnahme zugeleitet (Beratungsvorgang 73/16).

Der Bundesrat hat den Entwurf am 18.03.2016 behandelt. Er bringt mehrere erwägenswerte Änderungsvorschläge vor und spricht dabei u.a. auch das Problem an, dass nach dem Gesetz vom »Nutzungsberechtigten« (Altkonzessionär) die Rede ist, welcher zu »übereignen« hat, ohne dass in tatsächlicher Hinsicht der Altkonzessionär stets Eigentümer sein muss.

Das Gesetz wurde am 21.04.2016 in den Bundestag eingebracht (BT-Drs. 18/8184). Diese Drucksache enthält den Gesetzentwurf der Bundesregierung, die Stellungnahme des Bundesrats und die (weitgehend ablehnende) Gegenäußerung der Bundesregierung zur Stellungnahme des Bundesrats.

Eine kurze Darstellung der geplanten Neufassung finden Sie im Abschnitt Konzessionsvergabe.


26.04.2016

Das Bundesministerium der Finanzen hat heute den Diskussionsentwurf für ein Zweites Gesetze zur Reform des Energie- und Stromsteuerrechts den Verbänden übersandt. Das Gesetz soll im Frühjahr 2017 in Kraft treten und bedarf nicht der Zustimmung des Bundesrates. Eine Stellungnahme zu dem Referentenentwurf kann bis zum 19.05.2016 erfolgen.


26.04.2016

Am 25.04.2016 wurden zwei weitere Urteile des VIII. Zivilsenates des Bundesgerichtshofs im Zusammenhang mit der Preisanpassung in der Grundversorgung veröffentlicht:

  • BGH, Urteil vom 06.04.2016 - VIII ZR 236/10, vorgehend OLG Koblenz, Urteil vom 26.08.2010 - U 204/10 Kart (DokNr. 13001982) und
  • BGH, Urteil vom 06.04.2016 - VIII ZR 324/12.

Diese Entscheidungen werden voraussichtlich noch im Abschnitt Preisanpassungsklauseln in der Energieversorgung / Grundversorgung eingearbeitet werden.


21.04.2016

Mit den geplanten Neuregelungen zur Digitalisierung der Energiewende haben sich die  Sachverständigen in einer Anhörung des Ausschusses für Wirtschaft und Energie am 13.04.2016 grundsätzlich zufrieden gezeigt. Kritik kam allerdings von Verbraucherschützern, die in den geplanten technischen Vorgaben für intelligente Messsysteme (»Smart Meter«) ein Einfallstor für eine kostenintensive Einbauverpflichtung für alle Haushalte sehen. Umstritten ist auch die Verwendung der Daten. Mehr dazu finden Sie hier auf der Webseite des Deutschen Bundestags.


21.04.2016

Das BMWi hat am 14.04.2016 Referententwürfe für das EEG2016 und das neue Windenergie-auf-See-Gesetzes (WindSeeG) den Verbänden zugeleitet.


21.04.2016

Nach einer Pressemitteilung des Gerichts hat das Schleswig-Holsteinische Oberverwaltungsgericht am 14.04.2016 (2 LB 1/16) entschieden, dass die satzungs- und gebührenrechtliche Zusammenfassung technisch voneinander unabhängiger Entwässerungssysteme nur dann ausgeschlossen ist, wenn sie in ihrer Arbeitsweise und in ihren Arbeitsergebnissen so unterschiedlich sind, dass eine Vergleichbarkeit der Anlagen in Bezug auf die den Anschlusspflichtigen vermittelten Vorteile schlechterdings ausgeschlossen ist. Im entschiedenen Fall war dies zulässig, weil die einzelnen Entwässerungssysteme trotz ihrer Verschiedenheit den Eigentümern der angeschlossenen Grundstücke gleiche Vorteile vermittelten.


21.04.2016

Die Verordnung zur Modernisierung des Vergaberechts (Vergaberechtsmodernisierungsverordnung - VergRModVO) wurde am 12.04.2016 ausgefertigt, 14.04.2016 im Bundesgesetzblatt verkündet (BGBl I 2016 Nr. 16, S. 624) und ist am 18.04.2016 in Kraft getreten. Eine zusammenfassende Darstellung findet sich auf der Webseite des BMWi hier.


21.04.2016

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 19. April 2016 die Länder- und Verbändeanhörung für den Entwurf einer "Zweiten Verordnung zur Änderung der Anreizregulierungsverordnung" eingeleitet. Stellungnahmen zu dem Verordnungsentwurf sind bis zum 03.05.2016 möglich. Eine Zusammenfassung dessen, worauf es aus seiner Sicht hierbei vor allem ankommt, hat das BWWi hier veröffentlicht.


13.04.2016

Zur REMITVerordnung der Europäischen Union Nr. 1227/2011 über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts; REMIT ist die Abkürzung des englischen Namens der Verordnung: Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency.-Meldepflicht seit 07.04.2016 wird auf eine Zusammenfassung im Stadtwerke-Kompass 07/2016 der Kanzlei Rödl & Partner verwiesen (hier).


13.04.2016

Aus dem Leserkreis kam die Frage, ob das Verbraucherstreitbeilegungsgesetz - VSBG auch für Wasser- und Fernwärmeversorger gilt. Zur Situation bei Strom und Gas siehe in diesem Werk den aktuellen Hinweis vom 02.03.2016 sowie VersorgW 2016, 114 = DokNr. 16003800. Die zu Strom und Gas beschriebenen Regeln gelten außerhalb des Energiewirtschaftsrechts im engeren Sinne nicht. Anders als Strom- und Gasversorger haben Wasser- und Fernwärmeversorger die Wahl, an Schlichtungsverfahren teilzunehmen.

Jedoch müssen alle Unternehmer, die eine Webseite unterhalten oder Allgemeine Geschäftsbedingungen verwenden (§ 36 Abs. 1 VSBG) und die mehr als 10 Mitarbeiter beschäftigen (§ 36 Abs. 3 VSBG), also wohl fast alle Wasser- und Fernwärmeversorger – allerdings erst ab dem 01.02.2017 – die Informationspflichten nach § 36 Abs. 1 und 2 VSGB beachten. Danach ist der Verbraucher »leicht zugänglich, klar und verständlich« darüber zu informieren, inwieweit der Unternehmer bereit ist, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG). Die Information muss also auf jeden Fall erfolgen, insbesondere auch dann, wenn der Unternehmer nicht an einem Streitbeilegungsverfahren teilnehmen möchte, wozu er nicht verpflichtet ist. Dies ergibt sich aus der Formulierung »inwieweit« in § 36 Abs. 1 Nr. 1 VSBG.

Nimmt der Unternehmer an einem Streitbeilegungsverfahren teil, so muss er überdies die zuständige Verbraucherschlichtungsstelle mit Anschrift und Webseite nennen und erklären, dass er am Streitbeilegungsverfahren vor dieser Verbraucherschlichtungsstelle teilnimmt (§ 36 Abs. 1 Nr. 2 VSBG). Die Informationen müssen auf der Website des Unternehmers, so eine existiert, erscheinen (§ 36 Abs. 2 Nr. 1 VSBG) und zusammen mit den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, so welche verwendet werden, gegeben werden (§ 36 Abs. 2 Nr. 2 VSBG).

Eine weitere Informationspflicht besteht nach § 37 VSBG anlassbezogen, wenn eine Streitigkeit über einen Verbrauchervertrag nicht bilateral beigelegt werden konnte. Dann muss der Unternehmer den Verbraucher in auf eine für ihn zuständige Verbraucherschlichtungsstelle unter Angabe von deren Anschrift und Webseite hinweisen und zugleich angeben, ob er zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren bei dieser Verbraucherschlichtungsstelle bereit ist. Ist der Unternehmer zur Teilnahme am Streitbeilegungsverfahren bereit, so hat er diese Verbraucherschlichtungsstelle anzugeben (§ 37 Abs. 1 VSBG). Diese anlassbezogenen Informationen müssen in Textform erteilt werden (§ 37 Abs. 2 VSBG).

Die anlassbezogene Informationspflicht gibt es auch für Strom- und Gaslieferanten, wobei sich deren entsprechende Verpflichtungen aus § 111a Satz 2 und 3 EnWG ergeben. Danach ist auf das Schlichtungsverfahren nach § 111b EnWG unter Angabe der Anschrift und der Webseite der Schlichtungsstelle hinzuweisen (§ 111a Satz 2 EnWG). Das Unternehmen hat zugleich anzugeben, dass es zur Teilnahme am Schlichtungsverfahren verpflichtet ist (§ 111a Satz 3 EnWG).


08.04.2016

Der für das Insolvenzrecht zuständige IX. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat in einem Urteil vom 25.02.2016BGH, Urteil vom 25.02.2016 – IX ZR 146/15. eine Sache entschieden in welcher der Grundversorger – zu Recht ohne Erfolg – einen insolventen Gebäudeeigentümer auf Zahlung verklagt hatte, dessen Mieter nach der Insolvenzeröffnung Strom und Gas entnommen hatte.

Die Entscheidung enthält interessante Ausführungen zum Adressaten der Realofferte und zur Insolvenz des Kunden, welche in die Abschnitte Beginn und Ende der Grundversorgungs-, Wasser- und Fernwärmelieferungsvertrages; Adressat der Realofferte und Der Sondervertrag in der Insolvenz eingearbeitet wurden.

Insbesondere der Abschnitt Der Sondervertrag in der Insolvenz wurde in diesem Zuge erheblich erweitert. Sie finden dort jetzt eine ausführliche Erörterung der Prüfungsreihenfolge bei Insolvenz des Kunden, insbesondere bei Insolvenz des vermietenden Grundeigentümers.

Eine Entscheidungsbesprechung der genannten BGH-Entscheidung wird überdies voraussichtlich im gedruckten Heft der Versorgungswirtschaft erscheinen.


07.04.2016

Der Bundesgerichtshof hat am 06.04.2016 ein weiteres Verfahren im Zusammenhang mit der Preisanpassung durch den Grundversorger entschieden.BGH, Urteil vom 06.04.2016 – VIII ZR 71/10; der Volltext wurde vom BGH am 07.04.2016 hier veröffentlicht. Es handelt sich dabei um dasjenige Verfahren, in dem der Bundesgerichtshof ursprünglich die Vorlage an den Europäischen Gerichtshof beschlossen hatteBGH, Vorlagebeschluss vom 18.05.2011 - VIII ZR 71/10 = DokNr. 12001487. und über die der EuGH zwischenzeitlich entschieden hatEuGH, Urteil vom 23.10.2014 - C-359/11 und C- 400/11 = DokNr. 14002983, hierzu Anm. Brändle in VersorgW 2014, 332 = DokNr. 14003188; Schlussanträge des Generalanwalts = DokNr. 14002688, hierzu Anm. Brändle in VersorgW 2014, 158 = DokNr. 14002866. Grundlegend hatte der Bundesgerichtshof sich bereits mit Urteil vom 28.10.2015BGH, Urteil vom 28.10.2015 – VIII ZR 158/11 = DokNr. 15001409, Anm. Brändle in VersorgW 2016, 17 = DokNr. 16003726. zur Frage der Preisanpassung durch den Grundversorger geäußert.Siehe hierzu in diesem Werk den Abschnitt Preisanpassungsklauseln in der Energieversorgung / Grundversorgung bzw. Anm. Brändle zu BGH, Urteil vom 28.10.2015 - VIII ZR 158/11 in VersorgW 2016, 17 = DokNr. 16003726. Die neue Entscheidung vom 06.04.2016 klärt einige weitere Punkte. Siehe hierzu im Einzelnen die Ergänzung vom 07.04.2016 im Abschnitt Preisanpassungsklauseln in der Energieversorgung / Grundversorgung.

Die nachfolgende Leseprobe ist dem Kapitel 8.2.1 entnommen. Bitte berücksichtigen Sie, dass bei der Leseprobe nicht die Gesamtgliederung für das Buch angezeigt wird.

Und hier geht es zur Leseprobe.

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